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Dienstag, 21. April 2015

Streik bei der Deutschen Bundesbahn...

... und wusstet ihr wo diese Deutsche Bundesbahn gegründet wurde??? 
Ja genau, in Offenbach und zwar am 07. September 1949!
Mehr Infos habe ich leider darüber noch nicht entdeckt!

Donnerstag, 6. November 2014

Zuhause

2014
 vermutlich 1964
Diese Doppelhaushälfte mit Nebengebäude und Ställen wurde von meinen Großeltern im Jahr 1929 gebaut. In der anderen Hälfte zog die Schwester meiner Oma mit Familie ein.
Haus, mein Elternhaus, wurde 1929 von meinen Großeltern gebaut.
Das Haus stand damals in der August-Bebel-Straße und war neben dem Bürgerhaus (damals Volkshaus genannt) das einzige Haus in dieser Straße. Vom Fenster aus hatte man einen freien unbebauten Blick bis nach Bürgel. Im Krieg wurde die Straße dann von den Nazis in Dr. Werner-Straße und nach dem Krieg dann in Pfaffenweg umbenannt.
Das Haus hatte eine Toilette in jeder Wohnung, was zu dieser Zeit schon sehr fortschrittlich war. Hierzu gab es folgende Auflage im Baubescheid:
8. Die Abortgrube darf mit Gebäuden, die zum dauernden Aufenthalt von Menschen dienen, nicht zusammenhängen; sie ist vielmehr im Abstand von 10 cm für sich auszuführen.
Die Grube musste jährlich (wegen der tödlichen Dämpfe, teils unter Lebensgefahr) von Hand gereinigt werden. Puuh! 
Der Genehmigungsstempel des Hessischen Hochbauamtes Offenbach auf dem Baubescheid vom 18. Juni 1929 hat 12 Reichsmark gekostet. 
Der Krieg hat dem Haus zum Glück nur einige Kratzer zugefügt. 

Bis heute haben in diesem Haus 18 Menschen und einige Haustiere gewohnt.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Offenbach – eine Stadt zeigt sich offen Teil 2

(Text und Bilder von de)

Marlon Navarro Bravo und seine Freundin Dayami Hernández, zwei Kubaner, die sich für ein Leben in Offenbach entschieden, öffnen als nächstes ihre Türen für uns. Uns erwartet Gastfreundschaft pur in einer sehr geschmackvoll eingerichteten Wohnung. Marlon hat in Kuba das traditionelle Handwerk des Sattlers erlernt und sich in der gemeinsamen Wohnung in der Hermannstraße 39a eine Werkstatt eingerichtet. Hier werden wunderbare Ledertaschen, Smartphone Hüllen, Gürtel und diverse andere
Kostbarkeiten aus Leder gefertigt, die dem Namen „Lederstadt“ wieder alle Ehren machen. Derzeit arbeitet Marlon noch als Lackierer; sein Traum ist natürlich die Eröffnung eines eigenen Ladens bzw. die komplette Umsattlung (welch passender Begriff) auf sein Handwerk. Dayami hat in Kuba Sprachen studiert und gibt Sprachkurse verschiedenster Art mit unterschiedlichsten Zielgruppen, was ihr große Freude macht. Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt und wünschen viel Erfolg vor allem in Sachen Leder. Sichtung und ggf. Erwerb der einzigartigen Lederobjekte ist möglich über: http://Sattler-Marlon.dawanda.com.



Unsere letzte Station ist „Park am Park“ in der Senefelderstraße 79, in einem der schönsten Gründerhäuser in Offenbach, direkt am Friedrichsweiher mit der Gastgeberin Nicole Park. Allein das Haus hat mit einem Luftschutzbunker im Keller und gewollter Durchzug für die einstige Obstlagerung schon einige Geschichten zu erzählen, von denen Nicole schon das ein oder andere verrät. Die in Fulda geborene Künstlerin und Designerin gestaltet, montiert und transformiert Gegenstände
– meist Raritäten und Flohmarktfundstücke. Ein Flohmarktbesuch am Wochenende ist nämlich Gesetz. Aus der Kombination von ausgestopften Tieren, Puppen und Porzellan mit Gebrauchsgegenständen entstehen kultige Einzelstücke und Unikate, die es unter anderem in ihrem Atelier zu erwerben gibt. So spannend die Besichtigung des Ateliers bereits war, so lohnt der Blick in die Wohnung der Parks mindestens genauso. Überall finden sich
Kunstschätze wieder, ins Alltagsgeschehen eingebaut. Und die Kinderzimmer haben schon eine ganz besondere Note. Da fällt der Apfel wohl nicht weit vom Stamm. Wer neugierig geworden ist, findet unter http://nicole-park.dawanda.com weitere Informationen.


Alles in allem eine lohnenswerte, sehr offene, überraschende und seltene Gelegenheit, die Stadt und ihre Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten und Lebensentwürfen aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen und mal hinter die ein oder andere Kulisse blicken zu dürfen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren für die tolle Idee samt gelungener Umsetzung sowie die Gastgeber für die besondere Gastfreundschaft.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Offenbach – eine Stadt zeigt sich offen am 03. und 04. Mai


(Text und Bilder von de)
„Tritt ein – bring Glück herein!“ Ob dieser Haussegen Motivation für die 20 Gastgeber war, bleibt offen. Vielleicht war es eine Komponente für den Entschluss, bei der Aktion „Eine Stadt zeigt sich offen“ am 3. und 4. Mai mitzumachen und zu Führungen und Gesprächen in die eigenen vier Wände einzuladen. Der Wunsch nach Austausch, Begegnung, Gespräch und (Re-)Präsentation sicherlich eine weitere. Ziel war es, die Stadt mit ihren 155 Nationen in all ihren Facetten, Kulturen, Herkünften, Religionen, Lebensentwürfen und Ideen zu zeigen und die Möglichkeit für Stadtinteressierte, einmal darin einzutauchen. Damit war unsere Neugier geweckt.


Unser selbst gewähltes Programm startet im Boarding Haus der Rudolph Facility Management in der Berliner Straße 48. Inmitten des sehr schmuddeligen geglaubten Viertels erleben wir eine Überraschung der anderen Art! Das Gebäude an der Berliner Straße wurde nach dem Kauf 2011 kernsaniert und ist nun eine Topadresse für Kurz- und Langzeitwohnen. Die 31 stilvoll eingerichteten Apartments in jeweils unterschiedlicher Farbgebung mit einer Größe von 24 m2 bis 75m2 mit exklusiver Dachterasse stehen seit Januar zur Vermietung zur Verfügung und sind bis auf vier derzeit alle belegt. Zukünftig ist auch noch die Vermietung von Arbeitsplätzen geplant. Weitere Infos sind unter www.boardinghouse-offenbach.de zu finden.



Bei unserem nächsten Ort mit dem schönen Titel „Topf im Aktenschrank“ im ehemaligen IHK-Gebäude am Platz der deutschen Einheit erwarten uns Ragna Koby und Tobias Kurtz, zwei Stadtplaner aus Berlin. Nachdem das Gebäude 8 Jahre leer stand, wurde ein einjähriges Modellprojekt ins Leben gerufen, bei dem man sich mit der Frage beschäftigte, wie eine sinnvolle Zwischennutzung aussehen könnte und welche Umbauten mit möglichst einfachen Mitteln nötig wären, um die ehemaligen Büroräume als Wohnfläche nutzen zu können. Hierfür wurden Gelder vom Bund zur Verfügung gestellt, und man konnte sich als Mieter für zwei große WGs und eine kleine Wohnung bewerben. Ragna Koby und Tobias Kurtz haben mit ihrer kleinen Tochter den Zuschlag bekommen, sich u. a.  im ehemaligen Büro des IHK-Präsidenten eingenistet und aus den riesigen Schränken kreativ neue Wohn- und Möbelelemente geschaffen. So kam auch der Titel dieser Station zustande, da der riesige Aktenschrank von Büchern bis zu Kochtöpfen alles Mögliche beherbergt. Neben einem interessanten Stadthausgarten mit Be- und Anpflanzung in rd. 400
Bäckerkisten und diversen Plastikflaschen und -tanks, der auch die gesunde Küche unterstützt, ist die Dachterrasse mit einem besonderen Blick aus Vogelperspektive auf Offenbach natürlich ein absolutes Highlight. 

Teil 2 kommt Morgen!

Sonntag, 1. Juli 2012

OF am Ersten

Flutlicht

Gehört von einem Teilnehmer bei der Stadion-Führung uffm Bersch am 31. Mai und dann gefunden in "100 Jahre Kickers Offenbach": "Am 19. September 1968 wurde die hellste Flutlichtanlage Europas eingeweiht. Vergleichbare Anlagen standen jeweils nur in der Schweiz, Türkei und in Jugoslawien. Die zwei Masten erzeugten mehr als 500 Lux, was dem Licht von ca. 300.000 Glühbirnen entsprach. Man sprach sogleich vom neuen "Wahrzeichen Offenbachs" und überschlug sich in Superlativen..."

Bei der o.g. Führung habe ich nun gelernt, dass die neue Lichtanlage (sie ist wahrlich keine architektonische Glanzleistung) in einem Meter über Spielfeldhöhe überall 1000 Lux leistet.

Die Intessengemeinschaft Stadionbau kämpft für den Wiederaufbau der legendären Flutlichmasten. Zur Zeit werden sie im Hafen zwischengelagert!

Freitag, 1. Juni 2012

OF zum Ersten

Feuerlöschleiter

Als erste Stadt der Welt erhielt die Offenbacher Feuerwehr im Jahre 1903 eine 25 Meter hohe elektrische Drehleiter. Diese Anschaffung lag in der Amtszeit des ersten Bürgermeisters Wilhelm Brink (1848 - 1912)

Gefunden habe ich dies im Buch "Viermal Offenbach" von Bruno Knapp.

Dienstag, 1. Mai 2012

OF zum Ersten

Die Telefonnummer 1

...gehörte laut diesem Bericht der Frankfurter Rundschau dem Seifen- und Parfümfabrikanten Carl Naumann aus der Speyerstraße! Das war 1884!

Sonntag, 1. April 2012

OF zum Ersten

Der erste Bürgermeister

Wie schon im Januar in der OP zu lesen war, war Wilhelm Brink (1848 - 1912) unser erster Bürgermeister! Ab dem Jahr 1887 durfte dieser auch noch den ersten Oberbürgermeistertitel tragen! 
In dem Bericht war zu lesen, dass Wilhelm Brink sehr sportlich war, ruderte und ritt und sehr gerne auf dem zugefrorenen Main Schlittschuh lief. Im Buch "Viermal Offenbach" von Bruno Knapp habe ich jetzt entdeckt, dass Brink sogar ein Lehrbüchlein über seinen Lieblingssport  mit dem Titel "Schlittschuhfahrkunst, ein Lehrbüchlein mit 181 Zeichnungen" herausgegeben hat!

basimue



Donnerstag, 1. März 2012

OF zum Ersten

Rumpenheim vor 1942 (8)

1942 verlor Rumpenheim seine Selbständigkeit und wurde eingemeindet. Eine in Rumpenheim geborene Zeitzeugin, geboren 1922, erzählt hier in loser Reihenfolge von ihrer Kindheit in diesem schönen eigenständigen Dorf:

Die Schreinerei Stübing stellte Särge und auch kleinere Möbelstücke her. Ebenso bekamen wir bei Herrn Stübin die mit Holzstäben gemachten „Gerippe“ für unsere Drachen im Herbst. Das Papier dafür, wie auch unsere Schulhefte etc., konnten wir in einem kleinen Laden in der Scharfensteinerstraße kaufen.
Herr Stübing hatte auch als einziger in Rumpenheim ein Auto. Dies war eine Sensation für uns, damit fuhr er betuchte Leute nach Bürgel zur Straßenbahnhaltestelle. Später bekam er einen kleinen Bus für diese Fahrt. 
...übrigens, ganz vorne, das bin ich!
Außerdem hatte er auch einen Telefonapparat. Wenn jemand in unserem Dorf mal telefonieren musste, ging er zum "Stübing". Der Apparat mit Wählscheibe hing in seinem Haus im Flur an der Wand.
Als ich für meine Eltern zum ersten Mal bei einer Familie in Offenbach anrufen musste, hatte ich heftiges Herzklopfen! Ich schätze, ich war elf Jahre alt.

Zeitzeugin Jahrgang 22

Mittwoch, 1. Februar 2012

OF zum Ersten!

Es gibt ein sehr interessant zu lesendes Buch mit dem Titel "Es begann in Offenbach" von Lothar R. Braun und Hans-Georg Ruppel (zu beziehen in der Offenbach-Information, den Preis weiß ich leider nicht!) Dieses Buch hat mich auf die Idee gebracht, immer am 1. des Monats etwas vorzustellen, wobei die Offenbacher ganz vorne dabei waren oder sie zuerst eine Idee hatten oder wann etwas Spektakuläres begann oder oder oder! 















Heute stelle ich euch die Spannbetonskulpturen im Dreieichpark (sie sind auch das erste Kapitel in dem oben vorgestellten Buch) vor, an denen ihr alle sicher schon oft vorbeigefahren seid, ohne zu wissen, dass es so eine herausragende Neuigkeit war, allerdings im Jahre 1879! Es sind mit die ältesten Betonbauwerke (ohne Stahlarmierungen), zumindest die ältesten die noch erhalten sind! Sie wurden als Teil einer Gewerbeausstellung errichtet. Im Jahre 2006 wurden die Bauwerke umfänglich restauriert, um sie zu erhalten. Das Foto ist im Sommer aufgenommen, heute ist ein Teil der Betonbauten eingezäunt! Was darunter stand ist leider heute auch nur noch teilweise zu entziffern!

 











basimue