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Donnerstag, 23. April 2015

Traditionsfirma weg... Nordlicht

Bei der Luminale im Jahr 2012 war die Firma Nordlicht noch aktiv dabei, siehe hier und hier. 
Jetzt musste die Insolvenz anmelden und wurde von der Firma Arnold AG aufgekauft! Der Sitz ist nun in Friedrichsdorf!

Dienstag, 7. Oktober 2014

Ende eines Industriestandortes?!

auch einer Industriestadt?

Die Stilllegung und der Abriss des Hoechst- bzw das Allessa-Geländes begleitet mich durch meine dreijährige Zeit als Bloggerin. 




Zur Zeit werden, im Auftrag der Clariant, die letzten Industriegebäude abgerissen. Da mir Industriekultur sehr am Herzen liegt, finde ich es äußerst bedauernswert, dass das komplette Gelände so rigeros plattgemacht wurde. Was damit geschieht, scheint weiterhin offen? Wer saniert die Altlasten im Boden und Grundwasser? Wer übernimmt das grüne (unter Denkmalschutz stehende) Verwaltungsgebäude, die Stadt kann sich offensichtlich eine Zwischennutzung (wie im alten Zollamt) gut vorstellen.
2011

Das alte Feuerwehrhaus und die Oehler-Villa sind schon veräußert und bereits eingezäunt. 
2011




Einträge zu diesem Thema:

Vom Vergessenen und Verlassenen

Ein geschenktes Museum

Badehaus 

Vorher/Nachher 

Familiäre Industriekultur

Demontage geht weiter

Oehler-Villa

Main-Ansicht

Samstag, 9. August 2014

Die Stadt verändert sich... (2) Senefelder-Quartier

Im August 2011 habe ich euch das ehemalige Werk 1 der MAN Roland AG vorgestellt. Mehr zu diesem ehemaligen Industriestandort findet ihr auch unter
Innenstadtplanung, aber wann?
Kunsthallen OF
tür und tor: Christian-Pleß-Straße 
 
Und so sieht es dort heute aus:
Dezember 2013
August 2014



Und Morgen gibt es die Outtakes von 2011...

Mittwoch, 6. August 2014

3 Jahre "Offenbach ist mehr"

Heute vor 3 Jahren habe ich meinen ersten Post geschrieben, über das (auch damals bereits verlassene) Verwaltungsgebäude der Allessa GmbH *klick* (frühere Hoechst AG) in der Mainstraße. Es hat sich in diesem denkmalgeschützten Gebäude leider noch nichts getan. 
Auf dem Gelände ist allerdings fast nichts mehr übrig vom einstigen Chemieunternehmen. 


Inzwischen sind es 561 Posts (Danke für die tatkräftige Mithilfe liebe de!) mit unzähligen Bildern. 

Obwohl drei Jahre keine große Zeitspanne für eine Stadt ist, hat sich doch vieles in Offenbach verändert und einige Beiträge sind schon wieder Historie. In den nächsten Wochen werde ich daraus eine kleine Serie veröffentlichen.

Montag, 28. Juli 2014

Markante Bauwerke in Offenbach / Das Zweigestirn AOK-„Schnapspalast“ (1)


Text: de; Bilder: de und basimue
Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Tage der Industriekultur Rhein-Main steht unter dem Siegel „Architektur“ und fokussiert zwei dicht beieinander gelegene markante Bauwerke aus unterschiedlichen Zeiten, jedes für sich hochmodern zu seiner Zeit: Der Bau der Allgemeinen Ortskrankenkasse (Baujahr 1930) und das Gebäude der Allgemeine Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (Baujahr 1952).



Startpunkt ist der Schulhof, der Albert Schweitzer Schule (Baujahr 1908), ein ebenso imposanter Bau nach der Jahrhundertwende und somit schöner Vergleich bzgl. der Baustile zu den beiden noch folgenden Bauwerken. Mit gut 30 Interessenten war der Ortstermin, geführt durch die Kunsthistorikerin Christina Uslular-Thiele, gut besucht.



Die Allgemeine Ortskrankenkasse, AOK, war zunächst noch in gemieteten Räumen beherbergt, bevor sie 1925 zur besseren Betreuung der Versicherung ein eigenes Verwaltungsgebäude plante und hierfür das Grundstück an der Waldstraße kauft. Auf Grund der Inflation gestaltete sich die Finanzierung des Neubaus nicht gerade einfach, aber dennoch wurde das Vorhaben angegangen.



Maßgabe für den Entwurf war, dass das neue Gebäude zwar repräsentativ, aber nicht opulent wirken sollte. Dieser Spagat rief natürlich immer wieder die Kritiker in
den Ring. Der rote Klinkerbau der sogenannten „Neuen Sachlichkeit“, später als Bauhausstil berühmt, gehorchte der Prämisse: Vorrangig ist die Funktion, alles Überflüssige gilt es wegzulassen. So ist die Fassade von großer Schlichtheit geprägt, einzige Unterbrechungen bilden die große Fenster und eine Dacherhebung. Besonders modern für diese Zeit war das flache Dach.



Das neue Verwaltungsgebäude der AOK, der Wirtschaftskrise trotzend, damals modern und wartungsfrei, steht heute unter Denkmalschutz, wodurch einige geplante Veränderungen auch nicht umgesetzt werden konnten.


Der Architekt Hugo Eberhardt, der 1907 Direktor der technischen Lehranstalt (heute HfG) wurde, hat neben dem AOK-Gebäude auch das der HfG und viele Frankfurter und Eschborner Schulen gebaut. Als zweiten großen Auftrag realisierte er Wohnblocks für kleines Einkommen an der Waldstraße, die sogenannten „Holzmannblocks“. Auch diese unspektakulären Wohnbauten in drei  Reihen folgen augenscheinlich dem Grundsatz der Sachlichkeit und Schlichtheit und umfassen insgesamt 230 Wohnungen.
 

Neben der Schalterhalle umfasste der Verwaltungsbau umfangreiche Räume für Heilbehandlung vor Ort. So gelangte man mit Eingang vom Friedrichsring zu Wannenbädern, Lichtbädern und einer Zahnklinik. Natürlich stieß auch dieses Vorhaben bei den niedergelassenen Ärzten  auf Gegenwehr. Die nationalsozialistische Gesundheitspolitik schränkte zunehmend die Eigenständigkeit der Ortskassen ein, sodass einige Pläne nicht realisiert wurden. Der  Bäderbereich wurde verpachtet und hatte als „Römerbad“ noch bis in 80er Jahre Bestand. 1945 beschlagnahmte dann die amerikanische Militärverwaltung das Gebäude und nutze es zur Briefzensur. Bis 1952 hatte schließlich das Verkehrsministerium dort seinen Sitz, bevor das Gebäude der AOK wieder zurückgegeben wurde. Außer dem Treppenhaus ist allerdings von der ursprünglichen Inneneinrichtung aus der damaligen Zeit nichts mehr übrig.

Und Morgen kommt der "Schnapspalast"...

Markante Bauwerke in Offenbach / Das Zweigestirn AOK-„Schnapspalast“ (2)

Zweiter Anlaufpunkt ist die frühere Schule am Friedrichsring nach Typ des Historismus. Sie wurde 1944 stark getroffen und war ausgebrannt. Auf der Suche nach Ersatz für die Verkehrsverwaltung sah der Stadtbaudirektor Adolf Bayer in den Gegebenheiten seine Chance und bewarb sich für den Sitz der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein mit der Aufgabe der Kontrolle der Produktion und Versteuerung. 1950 begann die Planung für den Bau, bei dem von der alten Schule nur der Sockel stehenblieb und ein neuer Aufbau  in Lochfassadestruktur folgte.
Die einzige Unterbrechung bildet der gläserne Erker, der als Sitzungszimmers dient. Das Gebäude der Bundesmonopolverwaltung zeigt gelungene Architektur der 50er Jahre und die typische Bauweise von Adolf Bayer, dem die Parameter Licht und Luft ganz wichtig waren. Die Großzügigkeit der Eingangshalle beim Eintritt in das Gebäude überrascht genauso wie das über zehn Meter hohe Fenster mit dem schwingenden Adler. Die „schwebende Wendeltreppe“, die sich zu den vier Geschossen hochschraubt verleiht dem gesamten Innenraum Leichtigkeit und Luftigkeit.



Im Zuge der EU-Regulierung ging die Monopolstellung verloren, sodass der Abbau erfolgte. Derzeit sind nur noch 20 Angestellte aktiv, ansonsten hat jetzt  die Beschaffungsstelle der Zollverwaltung und KFZ-Zulassungsstelle ihre Büros in dem markanten Gebäude.



Ein wirklich lohnenswerter Stadtspaziergang, der einen  so manch Offenbacher Gebäude mit anderem Auge sehen lässt.

Samstag, 12. April 2014

Beton-Denkmal-geschützt

Über das Beton-Denkmal im Dreieichpark hatte ich hier (*klick*) schon einmal berichtet. 
Jetzt hat mir Eva dieses aktuelle Foto (DANKE!) zugesandt, die umfängliche Restaurierung in 2006 hat offensichtlich nicht sehr viel gebracht.
von Eva

Sonntag, 27. Oktober 2013

Hafen Offenbach – Wir nehmen Fahrt auf


von de) Um 17 Uhr ist Treffpunkt an der neuen Freitreppe zur Hafenführung, organisiert vom Netzwerk Frauen für Offenbach. Daniela Matha, Geschäftsführerin der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG), erwartet die knapp 50 köpfige Gruppe schon, die wissen will, was hinter dem Slogan „Hafen Offenbach – Wir nehmen Fahrt auf“ wirklich steckt.
Die nächsten knapp 1 1/2 Stunden erfahren wir einiges über Vermarktung, Baumaßnahmen, gezielter Zwischennutzung und Erschließung des Hafenareals (Hafensommer-Bilder).  Das Projekt befindet sich schon seit 2001 in Planung; zu dieser Zeit hat die Öffentlichkeit noch kaum etwas davon mitbekommen. Aber was im stillen Kämmerlein ausgeheckt wurde mit dem Ziel, die Vielfalt des städtischen Lebens abzubilden, kann sich sehen lassen: Schicke, hochwertige Wohnungen in Passivhausbauweise, die Verlagerung des Hafen 2, eines Kultur- und Veranstaltungshauses, die Hafentreppe und Oberer Molenpark als Treffpunkt und gemütlicher Verweilort am Wasser sowie die Bootspromenade und der Hafenradweg.
Interessant ist auch das Gardening Projekt (Hafengartensommer-Bilder) auf einer Fläche von mehr als 10.000 m2 nahe der alten Ölhalle, wo sich jeder Hafengärtner nach Anmeldung kostenfrei im Anbau von Obst, Gemüse und Blumen frei verwirklichen kann. Um die 130 Hobbygärtner haben sich inzwischen schon dort eingefunden. Eine weitere hervorragende Zwischennutzung bildet der ArtSpace RheinMain in der ehemaligen Ölhalle des Hafens, in dem derzeit zeitgenössische Kunst gezeigt wird und somit auch die Kunst- und Kulturinteressierten auf Ihre Kosten kommen lässt.
Der erste Bauabschnitt des Hafenarelas ist fast vollständig verkauft, der zweite Bauabschnitt endet 2017, der dritte ist bis 2020 geplant. Bis dahin werden wir Bau und Entstehung von Grundschule plus Kita, Wohn- und Geschäftshaus „Hafenarkaden“, Seniorenwohnungen, Quartierszentrum und vielem mehr interessiert beobachten können.
Im Anschluss an die anschauliche und lohende Führung  erwartet uns Samuel Kramer, ein Meister auf dem Gebiet von Poetry Slam, im Kulturzentrum Hafen 2, wo er uns ein paar Dichterhäppchen serviert. Dazu werden Fotos von Maud Möller aus der Kulturgruppe gezeigt, die die einzelnen Bauabschnitte im Hafen festhalten.
Weitere Informationen sowie Eindrücke über einen kleinen Film sind u. a. zu finden unter: Hafen-Offenbach